Adultismus ist eine Diskriminierungsform, die eine Herabsetzung von Kindern durch Erwachsene aufgrund ihres Alters beschreibt. Die Abwertung durch das Alter verweist auf bestehende Machtungleichheiten sowie pauschalisierende Vorannahmen über das Kindsein.
Demokratiebildung umfasst entsprechend dem Verständnis von Bildung als subjektive Aneignung, mit dem sich Kinder ein Bild von der Welt machen, ihre aktiven Aneignungstätigkeiten im Hinblick auf die demokratische Mitgestaltung ihrer unmittelbaren Umgebung.
Demokratieförderung kann wie im Bundesprogramm Demokratie leben! als Gesamtheit von Maßnahmen verstanden werden, um den im Grundgesetz verankerten Grundrechten aller Mitglieder der Gesellschaft zur Durchsetzung zu verhelfen.
(vgl. Grundgesetz Art.3 (1948); Kinderrechtskonvention Art. 2 (1989); Gleichbehandlungsrichtlinien der Europäischen Union (2000, 2004); Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz (2006); Konvention für die Rechte der Menschen mit Behinderungen (2009)
Diskriminierungssensibel umschreibt das Bemühen, die Erscheinungsformen und Ausmaße von Diskriminierung wahrzunehmen und dagegen vorzugehen, indem konkrete Änderungen zum Abbau von Diskriminierung vorgenommen werden.
Hiermit sind nicht nur historische Völkermorde und mörderische Regime gemeint, sondern auch aktuelle Morde, an trans* Personen, an als ausländisch kategorisierten Menschen (Hanau 2020 und Halle 2019).
Intersektionalität meint die wechselseitige Verschränkung und Verstärkung von Unterdrückungsmechanismen, meist entlang sich überkreuzender Differenzlinien wie Geschlecht, Klasse, Race.
Unter Klassismus wird die Diskriminierung aufgrund der sozialen Herkunft und/oder der sozialen und ökonomischen Position eines Menschen in der Gesellschaft verstanden.
Kinder haben ein Recht auf Beteiligung an allen sie betreffenden Angelegenheiten. Partizipation meint sozial abgestimmte Einflussnahme, die auf Empowerment zielt. Dieses Recht darf nicht aufgrund von Diskriminierungen jeglicher Art eingeschränkt werden.
Der Begriff zielt auf ein Menschenbild ab, das auf der Vorstellung unterschiedlicher menschlicher „Rassen“ fußt. Diese Annahme basiert ausschließlich auf rassistischen Theorien.
Vielfalt beschreibt die Anerkennung und Gleichberechtigung von diversen Lebensrealitäten und Erfahrungen von Menschen, welche durch sozial-konstruierte Differenzmerkmale wie Alter, Geschlecht, soziale Lage, Gesundheit/Fähigkeit etc. mitstrukturiert sind.
Vorurteilsbewusst ist eine Wortschöpfung der Fachstelle Kinderwelten und bezeichnet ein diversitätsorientiertes und diskriminierungskritisches pädagogisches Vorgehen, das sich an dem Ansatz der Vorurteilsbewussten Bildung und Erziehung orientiert.